Mit Gas im Wohnmobil verhält es sich wie mit dem Flaschengeist aus Tausendundeiner Nacht. Beide sind sehr nützlich bei kontrollierter Anwendung.

Ein Grund dafür, dass die Wartung und Pflege einer Gasanlage in erster Linie dem Fachmann vorbehalten bleibt. 

Sie sollten  an die Gasprüfung denken, die bei Reisemobilen alle zwei Jahre fällig ist. Sie wird von Sachkundigen durchgeführt, die der Österreichische Händler - Verband oder der  Flüssiggas - Verband  anerkennt.     

  

Tipps kompakt

  • Lassen Sie rechtzeitig alle zwei Jahre Ihre Gasprüfung durchführen. Häufig wird der Prüfbericht bei der §57a kontrolliert.
  • Achten Sie auf freie Entlüftungsöffnungen.
  • Kontrollieren Sie die Verfallsdaten der Regler, Schläuche und lassen Sie diese gegebenenfalls rechtzeitig tauschen.
  • Sie können Ihre Gasanlage durch Zubehör wie Gasumschalter, Gaswaage oder für die Sicherheit mit Gaswarnern ausstatten.
  • Die Gasversorgung im Ausland können Sie mit dem Euroflaschen-Set und dem Eurofüll-Set sicherstellen.

Die gesetzlichen Grundlagen:

Der gesetzliche Hintergrund der Gasprüfung:

(ÖNORM EN 1949, Prüfrichtlinie G 107)

Europaweit gab es in der Vergangenheit unterschiedlichste Vorschriften bezüglich

Aufbau, Betrieb und Wartung von Gasanlagen in Campingfahrzeugen.

So waren in Österreich wie auch in Deutschland bis 1996 Anlagen mit einem

Betriebsdruck von 50mbar später mit 30mbar üblich. In anderen Teilen Europas gab

es Anlagen mit einem Betriebsdruck ebenfalls zwischen 27mbar und 50mbar. Auch

der genaue Aufbau und die Ausstattung von Gasanlagen (z.B. Schlauch- oder

Rohrleitungen, Entlüftungen usw.) waren je nach Land oftmals sehr unterschiedlich.

Önorm EN 1949:

Um diese Regelungen EU weit zu vereinheitlichen wurde im Jahr 2002 die EN1949

verabschiedet. Diese Europäische Norm dient zur „Festlegung für die Installation von

Flüssiggasanlagen in bewohnbaren Freizeitfahrzeugen und zu Wohnzwecken in

anderen Fahrzeugen“. Sie wurde inzwischen von allen EU Staaten in nationales Recht

umgewandelt

Seit Jänner 2006 gelten daher in Österreich die Bestimmungen der ÖNORM EN 1949.

Prüfrichtlinie G 107:

Im Dezember 2006 wurde dann vom ÖVGW (Österreichische Vereinigung für das

Gas- und Wasserfach) in Zusammenarbeit mit der Flüssiggaswirtschaft und dem

Verband Österreichischer Caravanhändler sowie im Zusammenwirken von

Landesregierungen und Ministerium eine entsprechende Prüfrichtline (G107) zur

Umsetzung dieser neuen Bestimmungen erlassen.

Diese Prüfrichtlinie G-107 regelt den Betrieb, die Wartung und die Überprüfung von

Gasanlagen in Campingfahrzeugen.

Geltungsbereich dieser Vorschriften :

Als Campingfahrzeuge gelten in der Praxis alle Wohnwagenanhänger,

Reisemobile sowie wohnwagenähnliche Auf- oder Einbauten in Fahrzeugen

die zu Wohnzwecken dienen.

Wer darf eine Gasprüfung durchführen?

Nur sachkundige Personen, die ausreichende Fachkenntnis haben dürfen eine

Gasprüfung nach G-107 durchführen. Dies sind z.B. Personen die eine

entsprechende Ausbildung (z.B. nach G107, G 607 usw.) gemacht haben

       

Weiterführende Infos unter www.schurian.at                                                                                                                      

Quelle: Christian Schurian MBA

 

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